Eine Hymne auf Raxon, den Hymnenmacher

Screenshot Facebook

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Spätestens seit seinem Remix für Olivier Giacomotto und Noir mit dem Namen „Reste“ hat er sich vergangenes Jahr zu einem König des Technos gemausert. Aber Raxon aus den Vereinigten Arabischen Emiraten treibt mir schon seit Jahren regelmäßig Pipi in die Augen. Zeit für ein Loblied.

Das kommt nicht alle Tage hier auf Feelectronica vor – eine Hymne auf einen, der Hymnen macht. Und der sicherlich noch „way to underrated“ ist, wie es der Engländer sagen würde. Denn Raxon (hier geht es zu seiner Facebookseite) kommt aus einem Land, in dem wir den klassischen Techno kaum vermuten würden. Den Vereinigten Arabischen Emiraten. Doch wer glaubt, da gibt es nur Öl, viel Geld und künstlich aufgeschüttete Sandinseln vor Dubai, der irrt. Denn Raxon ist schon vor vielen Monden dem DJ-Mag aufgefallen und gewinnt seitdem immer mehr Reputation.

Vom dreckigen Housekünstler zum Ellum-Act

Während Ahmed Raxon schon 2012 mit ziemlich dreckigen Housenummern auffiel, die zwar durch Vocals und einige etwas züchtigere Pattern in den Zeitgeist passten, aber das Thema damal kontinuierlich in Richtung Techno weiterentwickelten, ist der begabte Produzent heute dem Wandel weiterhin verfallen – mittlerweile passt sein Sound auf Maceo Plex‘ Label Ellum Audio.

Wer das gepackt hat, dem darf man mehr als nur auf die Schultern klopfen. Ein Ellum-Release gleicht einem Adelstitel, einem Ritterschlag des Technos. Dem aber nicht genug, sammelt der mittlerweile in Barcelona wohnende Act weitere Lorbeeren – so zum Beispiel auf Diynamic. Solomuns hochkarätiges Imprint entdeckte den Produzenten ebenfalls für sich.

Mixtapes, die einem die Füße unter dem Hintern wegziehen

Eine große Schwäche vieler begnadeter Produzenten weiß Raxon auch von der Hand zu weisen. Er ist nicht nur im Studio ein Vollprofi, sondern auch ein wundervoller DJ. Diese beiden Mixtapes haben mir es so angetan, um sie zum Abschluss meiner kleinen Lobeshymne zu servieren.