Der Resident Advisor verabschiedet sich von seinen DJ-Votings

Bei allen großen Magazinen der Szenen gibt es sogenannte „Jahrespolls“. Also Umfragen, die die DJs und Produzenten in eine Liste packen über die die User des jeweiligen Mediums entscheiden. Dixon dominierte beim Resident Advisor in den vergangenen Jahren die Liste der beliebtesten DJs. Doch von der verabschiedet sich der Resident Advisor jetzt – recht überraschend.

Paukenschlag bei einem Medium, das sich dem elektronischen Untergrund verschrieben hat und nicht umsonst Labels wie Innervisions, From Another Mind oder Token groß gemacht hat. Für die Macher des Resident Advisors, ursprünglich aus Australien, ist das Voting zu Anfangszeiten gut aufgegangen. Nun verfolge man aber den Wandel zu einer internationalen Plattform, die auch eine Art Register ganz unterschiedlicher DJs und eine Eventplattform sei, zunehmend kritischer.

Denn der Resident Advisor ist sich seiner eigenen Macht bewusst. Und möchte durch diese – insbesondere durch die jährlichen Listen – nicht mehr aktiv auf Bookingpreise und mehr einwirken. Im Kern geht es darum, dass der Resident Advisor durch sein Uservoting dafür Werbung macht, welche DJs in genau dieser untergrundigen Szene eben angesagt und welche es nicht sind. Verbunden damit sind Gigs, Gagen und der (möglicherweise nicht immer verdiente) Bekanntheitsgrad.

Doch die Szene stehe für mehr, für Vielfalt, die sich eben nicht in eine Liste pressen lässt – so das Magazin. Daher macht der Resident Advisor Schluss mit den Votings, die für viele Leser jährlich eine absolute Orientierung darstellen, was gerade läuft und wer sich möglicherweise im Sinkflug befindet.

In angefügtem Facebooklink findet ihr den zugehörigen und recht ausführlichen Artikel, warum die Redakteure künftig auf ihre jährliche Top 100 verzichten.

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