Christian Löffler – Mare (2016)

Christian Löffler

Coverfoto von Christian Löfflers Album „Mare“

Vollgestopft mit Weitblick und Unendlichkeit ist Christian Löfflers drittes Studioalbum Mare eine Gefühlsachterbahn. Auf der LP singt Löffler mittlerweile auch selbst.

Christian Löfflers neues Album „Mare“ umfasst die Ankunft des gebürtigen Greifswalders in Seebad Graal-Müritz in Mecklenburg-Vorpommern. Hier an der Ostsee lebt der 31-Jährige mittlerweile und produziert inmitten von Natur und dem Meer. Vielleicht ist genau diese Freiheit der Grund, warum Löffler auf seinem dritten Album noch etwas räumlicher wird, noch etwas kleinteiliger. Während das Debütalbum „A Forest“ noch aus vielen fremden Samples bestand, sind haufenweise eigene Fieldrecordings des Produzenten in „Mare“ eingeflossen.

Dieses Album entspringt damit nicht nur aus dem Kopf von Löffler, sondern auch aus seiner unmittelbaren Umgebung. Im Interview mit Tidal sagt der Mecklenburger: „Ich denke, man kann die Offenheit und Weite des Meeres und der Küste auf Mare hören. Nicht nur, dass Sounds von hier direkt in die Songs eingeflossen sind, sondern auch der Gedanke, dass alles in ständiger Bewegung ist und wie bei einem Sturm angespült und wieder weggetragen wird.“

Weniger Club, mehr Emotion

„Mare“ ist zweifelsohne ein Hoch und Tief für das Innere des Zuhörers. Während Tracks wie „Nil“ oder „Krone“ noch versuchen, clubartiger zu erscheinen, sind sehr viele Tracks ganz losgelöst von den Gedanken an das Nachtleben. „Youth“ ist so ein Beispiel, das mit knapp 3 Minuten und unglaublicher Ruhe nach 23 Uhr kaum funktionieren wird. Gleichzeitig gehört es zu den stärksten Nummer der Platte, denn der Track vereint wechselseitig Trauer und Freudigkeit – je nach eigenem Empfinden.

Christian Löffler und seine Kollaboration mit Mohna

Auf „Mare“ singt Christian Löffler bei einigen Stücken selbst und schließt damit den Kreis, völlig er selbst auf dem Album zu sein. Eigene Samples, eigene Umsetzung, eigener Gesang – mehr geht nicht. Für vier Stücke, darunter der Titelsong „Mare“ arbeitete Löffler aber auch mit der Vocalistin Mohna zusammen, die dem einen oder anderen ein Begriff sein könnte.

Ein umfangreiches Konzept

Reichen für ein Album auch mal neun Tracks, scheint die Ostsee eine vielfältige Inspirationsquelle für Christian Löffler zu sein. 17 Nummern wurden es, die es auf „Mare“ geschafft haben. Und schon kurz nach dem Albumrelease gibt es weitere Pläne: „Im Moment plane und probe ich die nächsten Auftritte mit dem neuen Material. Außerdem wird es eine Remix Compilation zu Mare geben.“

„Mare“ von Christian Löffler erschien am 07. Oktober auf Ki Records. Für 10,99 Euro gibt es die Scheibe auf Bandcamp zu kaufen.